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Der Belfius-Medienpreis – ein Höhepunkt für Belgiens Medienbranche

Von Heide Newson

Am 21. Mai kam die Jury des 63. Belfius-Medienpreises im Plaza Hotel in Brüssel zusammen, um die prestigeträchtigen Auszeichnungen an belgische Journalisten/innen zu vergeben. Bei diesem Event, das seit über sechs Jahrzehnten ein absoluter Höhepunkt für die belgische Medienbranche ist, wurden die besten journalistischen Arbeiten des vergangenen Jahres in unterschiedlichen Kategorien gewürdigt. Insgesamt wurden 354 Arbeiten von 545 Journalisten, Fotografen und Medienschaffenden eingereicht. Im Vorfeld hatte eine Fachjury eine engere Auswahl von 42 herausragenden Nominierten getroffen, und am 21. Mai wurden jetzt die endgültigen Gewinner pro Kategorie gekürt.

Suspense pur

Knisternde Spannung herrschte im prunkvollen Saal des Plaza Hotels, wo Hunderte von Journalisten, Fotografen und Podcastern saßen. Die Spannung und Vorfreude waren groß. Jeder hoffte auf die begehrte Trophäe, während auf der Bühne die Scheinwerfer die Gewinner und deren Arbeiten ins rechte Licht rückten. Hier feierte sich die Branche nicht nur selbst, sondern zelebrierte die pure Leidenschaft für das geschriebene Wort und den Qualitätsjournalismus.

Preis für die BRF-Themenwoche zur mentalen Gesundheit

Belgiens deutschsprachige Medienvertreter wurden in der Kategorie „Deutschsprachige Presse“ ausgezeichnet. „And the winner“… sind drei BRF-Journalisten, die stellvertretend für eine Serie von Fernseh-und Radiobeiträgen über psychische Probleme in Ostbelgien die begehrte Trophäe erhielten. Prämiert wurde die multimediale Berichterstattung von Lena Orban, Christophe Ramjoie und Moritz Korff. Im Rahmen seiner Themenwoche hatte der BRF das Thema mentale Gesundheit im Herbst 2025 aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ziel war es, über psychische Belastungen aufzuklären, Betroffenen eine Stimme zu geben und gesellschaftliche Tabus rund um mentale Gesundheit abzubauen. “Dass die Themenwoche zur mentalen Gesundheit nun mit dem Belfius Pressepreis ausgezeichnet wird, ist eine schöne Anerkennung für die hervorragende journalistische Arbeit unseres Teams,“ so BRF-Direktor Alain Kniebs.

Nach dem offiziellen Teil verwandelte sich die stilvolle Location in eine sehr lebendige, typische (Journalisten-) Lounge. Bei viel Wein, Bier, Bubbles und leckerem „Fingerfood“, darunter Fritten, vermischten sich tiefgründige Debatten über die Zukunft des Journalismus mit lautstarkem Lachen und Klirren von Gläsern. Der Abend bewies nicht nur mir, dass Qualitätsjournalismus alles andere als trocken, sondern sehr lebendig und ausgesprochen wichtig ist. Insofern gilt es, ihn vor allem im Klima der künstlichen Intelligenz weiter zu verteidigen, und Recherchen zu würdigen, die oft unter schwierigen Bedingungen zustande kommen. Das wird durch die Vergabe des Belfius Medienpreises alljährlich sichtbar gemacht.

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