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Die Woche für Deutsch – ein voller Erfolg

Von Heide Newson

Am 16. Oktober startete die Deutsche Botschaft in Brüssel mit ihren Partnern, darunter das Goethe-Institut, die zum zweiten Mal die Woche für Deutsch. Jetzt ging sie mit großem Erfolg zu Ende.

In einem Interview mit dem Goethe-Institut zog Deutschlands Botschafter Martin Kotthaus eine kurze Bilanz. Man müsse tatsächlich heutzutage laufend dazulernen. „Dazu gehört meines Erachtens auch, Sprachen dazuzulernen. Wir wissen zwar, dass man heutzutage fast alles mit Hilfsmitteln ganz gut erledigen kann,“ sagte er. Wenn man eine Sprache kenne, würden sich einem völlig neue Welten erschließen. „Dann versteht man auf einmal die Kultur, dann versteht man auf einmal die Politik, dann versteht man auf einmal, warum bestimmte Menschen so oder so ticken. Das bedeutet für mich hier in Belgien, dass wir die Programme, die wir seit vielen Jahren in der Botschaft fahren, fortsetzen werden.“ Er verwies auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Botschaften deutschsprachiger Länder in der Kultur, wie etwa auch einmal im Jahr bei der Woche Deutsch.

Vor zwei Jahren war die Woche für Deutsch eingeführt worden. In diesem Jahr gab es über 40 Veranstaltungen – online und live. Auf diese Weise versuchten alle Beteiligten, die Menschen spielerisch an die Sprache Goethes heranzuführen.

Und spielerisch ging es auch beim Goethe-Institut während des Tages für Deutschlehrkräfte zu. Unter dem Titel „Potenziale im Deutschunterricht gestalten“ widmete sich die Veranstaltung, an der 70 Lehrkräfte teilnahmen, der Frage, wie man den Unterricht differenziert gestalten kann. In Workshops probierten sie konkrete Strategien, Methoden und Unterrichtsmaterialien aus. Die Differenzierung des Sprachunterrichts, die als eine der anspruchsvollsten Aspekte und Methodik des Fremdsprachenunterrichts gilt, verdeutlichte im gemeinsamen praktischen Austausch, wie diese Methode sowohl das Lernumfeld bereichert als auch Motivation und Lernerfolg fördert. Es zeigte sich, dass innerhalb eines gemeinsamen Unterrichtsrahmens individualisierte Lernangebote mit wenigen Mitteln geschaffen werden können, und damit neue Wege zur individuellen Sprachentfaltung aller Schüler/innen eröffnen.

Neben den sprachlichen Schulungen gab es während des ganzen Tages viele Möglichkeiten für den Austausch und Vernetzung mit Kollegen/innen aus dem ganzen Land. Die Stimmung war sehr positiv, und das Interesse an weiteren Informationen zu Fortbildungen und Lehrmaterialien groß. Das zeigte sich unter anderem an den gut besuchten Verlagsständen. Auch hierzu bietet das Goethe-Institut ein umfangreiches Angebot, auf das aktuell unter anderem auch die Plakatkampagne „Loslegen mit Deutsch“ in belgischen Schulen oder durch digitale Vernetzungsmöglichkeiten hingewiesen wird. Auf die Potenziale von Deutsch gerade in diesem Augenblick hinzuweisen, ist in der jetzigen Zeit von hoher Relevanz, nicht zuletzt, da die dritte Landesprache Belgiens rückläufig ist.

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