Premiere für die belgische Thronfolgerin Prinzessin Elisabeth zu Jahresbeginn im königlichen Stadtschloss. Am Dienstag hat die Prinzessin von Brabant erstmals im Büro ihres Vaters an einer Unterredung mit den Spitzen der EU-Institutionen teilgenommen. Die älteste Tochter von König Philippe und Königin Mathilde war bei einem fast einstündigen Gedankenaustausch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sowie Ratspräsident António Costa zugegen. Während der Erörterung von aktuellen europapolitischen und belgischen Fragen habe auch die junge Königin in spe der Belgier an den Gesprächen aktiv teilgenommen, berichtete der belgische Fernsehsender RTBF. Die bei öffentlichen Auftritten stets fröhlich und gewinnend wirkende junge Prinzessin ist von ihrer Ausbildung her für mehr als einfaches „Small Talk“ gerüstet.
Prinzessin sprachlich und fachlich bestens gerüstet für Austausch mit Spitzenpolitikern
Die in der Erbfolge an erster Stelle stehende 24jährige Prinzessin war zunächst als Schülerin am katholischen niederländischsprachigen Sint-Jan Berchmanscollege in der Nähe des Bahnhofs Brüssel-Chapelle eingeschrieben. Ihre internationale Schulausbildung nahm Sie im Jahre 2018 am renommierten United Word College of the Atlantic in Wales auf und schloß diese mit einem internationalen Schulabschluss ab. Zurück in Belgien studierte sie – ganz in der Tradition belgischer Thronfolger – ab 2020 ein Jahr lang an der Königlichen Militärakademie am Brüsseler Cinqantenaire-Park, nahe dem europäischen Viertel.
Prinzessin Elisabeth studierte in Oxford und Harvard
Für das Tête-à-Tête mit der vornehmlich Englisch sprechenden christdemokratischen Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola aus Malta, und dem sozialistischen vormaligen Premierminister Portugals António Costa ist die belgische Prinzessin bestens gerüstet. Denn von Oktober 2021 studierte sie für drei Jahre an der Exzellenz-Universität Lincoln College im englischen Oxford Geschichte und Politik. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 2024 nahm Sie im selben Jahr ein zweijähriges Masterstudium in “Public Policy” an der US-amerikanischen Harvard Kennedy School auf.
Prinzessin Elisabeth ist nicht nur im angelsächsischen Idiom perfekt, sondern beherrscht natürlich als künftige Königin auch die drei belgischen Landessprachen Französisch, Niederländisch und Deutsch perfekt. Im Rahmen ihrer militärischen Ausbildung nahm Sie auch an Sommer- und Winterlagern in Camp Elsenborn in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens teil.
Von der Leyen und die junge Prinzessin sind beide in Brüssel geboren
Also keinerle Verlegenheit, mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auch Deutsch zu sprechen. Die deutsche CDU-Politikerin wurde selbst in Brüssel geboren. Ihr Vater, der spätere niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht, arbeitete in der ersten Kommission der damals aus sechs Staaten bestehenden EWG unter dem deutschen CDU-Politiker Walter Hallstein an herausgehobener Position.
Also keine Frage, dass die Prinzessin von Brabant bei ihrem ersten Treffen mit den EU-Spitzen an der Seite ihres Vaters König Philippe einen Auftritt auf Augenhöhe hinlegte, wie die RTBF-Journalistin stolz zusammenfasste. Aber das erste Zusammentreffen mit den EU-Spitzen im Stadtschlossbüro des Königs markiert für die alerte, erfrischend auftretende Prinzessin Elisabeth kein einmaliges Ereignis. Noch in dieser Woche steht ihre zweite offizielle Teilnahme bei Unterredungen des Königs mit belgischen Politikern im Stadtschloss am Parc de Bruxelles an.
Die Prinzessin des Jahres 2026 macht ihrer Ur-Ur-Großmutter Elisabeth von Bayern alle Ehre
Prinzessin Elisabeth von Brabant, die im Oktober ihren 25. Geburtstag feiert, macht ihrer gleichnamigen, aus Bayern stammenden Ur-Ur-Großmutter König Elisabeth alle Ehre. Königin Elisabeth war ebenfalls polyglott und pflegte mit Albert Einstein während seines mehrmonatigen Aufenthaltes an der belgischen Küste vor seiner Abreise ins Exil in die USA engen persönlichen Austausch und Kontakt.
Ebenso wie die heutige Prinzessin war die im bayerischen Posenhofen am Starnberger See geborene Urahnin Elisabeth vielsprachig und der Kunst, Literatur und Wissenschaft besonders zugewandt. Nach der Ehefrau von König Albert I. ist der jährlich ausgetragene Königin Elisabeth-Musikwettbewerb benannt. Im Juli diesen Jahres wird ihres 150. Geburtstags gedacht. Ihre Ur-Ur-Enkelin Kronprinzessin Elisabeth Thérèse Marie Hélène wird seit Kindesbeinen auf ihre Rolle als designierte Thronfolgerin vorbereitet. In ihrer Namensvetterin aus dem 19. Jahrhundert hat sie ein großes Vorbild.
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