Die Leute, Gesellschaft

Prinzessin Astrid von Belgien wird 2026 kürzer treten

Von Heide Newson

Sie gilt als eines der feißigsten Mitglieder des belgischen Königshauses. Im Auftrag der Krone ist Prinzessin Astrid, die jüngere Schwester von König Philippe, weltweit im Einsatz. Jetzt hat sie angekündigt, dass sie ihre öffentlichen Verpflichtungen reduzieren wird. Der Grund: Offiziellen Angaben des Palastes zufolge leidet die Prinzessin unter Rückenbeschwerden. Diese machten es Prinzessin Astrid zunehmend schwer, lange Flüge und die oft straffen Zeitpläne bei Auslandsbesuchen zu bewältigen. Eine schwerwiegende Krankheit liege jedoch nicht vor.

EINE SCHWERE ENTSCHEIDUNG

Auf Anraten ihrer Ärzte wird Prinzessin Astrid, wenngleich schweren Herzens, „einen Gang zurückschalten“. Das bedeute aber nicht, wie es weiter hieß, dass sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen werde. Vielmehr werde ihr Terminkalender reduziert, um ihr genügend Zeit für die notwendige Erholung und Physiotherapie zu geben. Schon seit geraumer Zeit hatte Prinzessin Astrid starke Rückenschmerzen, als sie im Flieger saß. Aber pflichtbewusst nahm sie ihre Aufgaben trotz großer Schmerzen weiter wahr. 

Schließlich sah die Prinzessin ein, dass es ihre medizinische Verfassung einfach nicht mehr zuließ, den Anforderungen ihrer reiseintensiven Missionen vollends gerecht zu werden. Sie habe ihren Bruder König Philippe um die Entbindung von ihren vielen Dienstreisen gebeten, hieß es. Diesem Wunsch habe er entsprochen. Die kommenden Reisen an der Spitze belgischer Wirtschaftsdelegationen wird Königin Mathilde übernehmen. Im Mai nimmt sie Termine in der Türkei und im November in Saudi-Arabien wahr. Langfristig soll Kronprinzessin Elisabeth diese Aufgabe zufallen.

LEITERIN DER WIRTSCHAFTSMISSIONEN

Prinzessin Astrid war seit Oktober 2013 Leiterin der belgischen Wirtschaftsmissionen. In dieser Zeit führte sie 24 Wirtschaftsdelegationen in verschiedene Länder. König Philippe dankte unlängst seiner 63 Jahre alten Schwester für ihr jahrelanges erfolgreiches Engagement.

PRINZESSIN ASTRID, EINE PRINZESSIN ZUM ANFASSEN

Astrid wurde am 5. Juni 1962 in Brüssel geboren. Sie ist das zweite Kind von König Albert II. und Königin Paola. Neben ihrer Rolle bei den Wirtschaftsmissionen engagiert sie sich in zahlreichen medizinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Sie ist unter anderem Ehrenpräsidentin der Königin Elisabeth-Stiftung für Medizin und unterstützt Programme der König-Baudouin-Stiftung. Auch in internationalen humanitären Fragen ist die Prinzessin aktiv. Zudem setzt sie sich für die Special Olympics für Menschen mit einer geistigen Behinderung ein. 

Dass sie eine sehr volksnahe, eine regelrechte Prinzessin zum „Anfassen“ ist, stellte sie vor einigen Jahren in der Brüsseler Landesvertretung von Baden-Württemberg unter Beweis.

Es war an einem heißen Sommertag während einer Vernissage, die sie mit großem Interesse in Augenschein nahm und über die sie sich mit den geladenen Gästen unterhielt. Sie war in regelrechter Plauderlaune und gab auch viel Privates von sich preis. Locker vom Hocker erzählte sie aus dem „Nähkästchen“ über ihre Kinder, die viel zu schnell erwachsen würden. Sie sprach über bevorstehende Wirtschaftsmissionen und schwärmte von dem wunderschönen Deutschland, vornehmlich Baden-Württemberg. Die köstlichen Weine, auch die Schwarzwälder Kirschtorte fand sie unwiderstehlich. Und zu unserem Erstaunen kannte sie sogar Maultauschen, die köstlich seien.

STOLZE MUTTER UND GROSSMUTTER

Prinzessin Astrid, die mit Prinz Lorenz verheiratet ist, ist stolze Mutter von fünf Kindern. Inzwischen ist sie auch bereits mehrfache Großmutter. So hat ihr ältester Sohn Amedeo bereits drei Kinder, während ihre Tochter Maria Laura im Januar 2025 einen Sohn namens Albert zur Welt brachte. Jetzt wird die Prinzessin, ein wahrer Familienmensch, mehr Zeit für ihre Enkelkinder haben, worauf sie sich sehr freue. Sie werde aber weiterhin ihre anderen royalen Pflichten wahrnehmen, versicherte sie. 

Vielleicht schaut sie auch mal wieder bei der einen oder anderen Landesvertretung vorbei, wo die volksnahe und bodenständige Prinzessin stets ein gern gesehener und beliebter Gast ist. Und in der Landesvertretung von Baden-Württemberg steht dann wohl wieder eine leckere Schwarzwälder Kirschtorte für sie bereit.

 

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