
Von Cecilia Ciumenei und Annika Bartsch
Belgien ist ein Land, in dem das Fahrrad ein wichtiges Fortbewegungsmittel ist. Ob zur Arbeit, in die Schule oder einfach in der Freizeit. Wir haben uns erkundigt,
warum das so ist und wie die Menschen mit den Verkehrswegen zufrieden sind. Denn sie sind, wie wir alle wissen, nicht ungefährlich. Es hat bereits zu viele Unfälle im Straßenverkehr gegeben.
„Die Fahrradwege in Belgien sind im Vergleich zu Deutschland sehr sicher“, sagt uns ein Bürger aus Sterrebeek. Er erläutert: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Fahrradwege sehr fahrradfreundlich gestaltet sind.“
Radfahrer müssen natürlich aufmerksam unterwegs sein. Dazu zählt das Tragen eines Helms, Beleuchtung am Fahrrad und die Rücksicht auf die schwächeren
Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Fußgänger.
Unfälle lassen sich so häufig vermeiden. Autofahrer müssen ebenfalls sehr vorsichtig sein, wenn sich Fahrradfahrer auf der Straße befinden. Besonders gefährlich kann es werden, wenn plötzlich eine Autotür aufgeht.
Eine Bewohnerin von Wezembeek-Oppem berichtet uns von einem Fahrradunfall wegen mangelnder Rücksicht eines Autofahrers: „Ich war auf meinem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, fünf Minuten von meinem Haus entfernt. Da öffnete ein Autofahrer, ohne zu schauen, seine Tür. Da ich nicht mehr ausweichen konnte, fuhr ich in die Autotür hinein“, erzählt die Frau. Später habe sie ins Krankenhaus
gemusst. Mahnend erklärt sie uns jetzt: „So ein Unfall kann jederzeit passieren, auch
hundert Meter von dem eigenen Haus entfernt.“
Jeder fünfte Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen betrifft Fahrradfahrer – und meistens sind dafür unaufmerksame Autofahrer verantwortlich. Eine Mitschülerin unserer Schule sagt, dass sie zwar ein Fahrrad besitze, sich aber nicht sicher genug fühle, es in Belgien im Straßenverkehr zu benutzen. Sie schlägt vor, Radwege in möglichst sicherer Entfernung von befahrenen Straßen anzulegen, damit solche Unfälle nicht mehr vorkommen können.
Belgien hat bereits sehr gute Fahrradwege, wenn man sie mit anderen Ländern vergleicht. Mit dem Rad kann man so gut wie überall hinfahren. Autofahrerinnen und -fahrer müssen vorsichtig sein, aber die Radfahrer müssen auch selbst auf sich achten, zum Beispiel durch den Schutz eines Helmes oder durch Beleuchtung am Rad. Dadurch lassen sich schwere Verletzungen vermeiden.
Die Wege könnten noch besser gestaltet werden durch zusätzliche Fahrradampeln.Und sie könnten breiter gemacht werden. Nach Ansicht der Befragten wäre es auch gut, wenn die Wege Abstand von den parkenden Autos haben, damit Unfälle wegen geöffneter Autotüren nicht mehr vorkommen. Insgesamt zeigten sich aber viele der Befragten sehr zufrieden mit der aktuellen Situation der Radwege in Belgien.








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